Erdbebenversicherung

Zum Glück bebt die Erde in der Schweiz nur selten. Und doch ist das Risiko eines Erdstosses höher als bei allen übrigen Naturgefahren. Das Erdbeben, das im Jahr 1356 in Basel mit Stärke 6.6 auf der Richterskala auftrat, würde heute Schäden in Höhe von rund 40 bis 60 (!) Milliarden Franken anrichten. Die Versicherungsdeckung wäre dann wohl in vielen Fällen kaum genügend.



  • Erdbeben haben das grösste Zerstörungspotential aller Naturgefahren.
  • Es existiert keine obligatorische Versicherung.
  • Erdbebenschäden werden NICHT durch die kantonalen Gebäudeversicherungen versichert.
  • Voraussetzung für eine Versicherungsleistung im Schadenfall ist ein Erdbeben der Stärke 7 auf der Richterskala.


Die Niederer AG kann Ihnen betreffend Abschluss einer Erdbebenversicherung keine Empfehlung abgeben. Dies muss jede Hauseigentümerin und jeder Eigentümer für sich entscheiden.

Dafür spricht:                                                      

  • Die finanziellen Folgen sind erheblich.
  • Die Versicherungen decken das Risiko.

Dagegen spricht:

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  • Starke Erdbeben treten nur rund alle 100 Jahre auf.
  • Die erweiterten Bauvorschriften schützen die ab 2003 gebauten Liegenschaften.



Wichtiger Hinweis: Ihr persönliches Erdbebenrisiko können Sie anhand von vier Faktoren über das folgende interaktive Tool eruieren:

>> Link


Ob, wann und in welcher Form sich ein Erdbeben ereignet, kann niemand vorhersagen. Kleinere Beben sind mit einer Anzahl von rund 500 bis 800 pro Jahr an der Tagesordnung. Als Besitzerin oder Besitzer einer Liegenschaft sollten Sie sich deshalb Gedanken über diese Thematik machen. Falls Sie eine Versicherung abschliessen, achten Sie unbedingt darauf, dass die Inventur, Maschinen, etc. in der Deckung miteingeschlossen sind. Dies gilt auch für Leistungen für Schäden bei Beben unter Stärke 7.


«Der Schweizerische Immobilienmarkt im Spiegel der Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank»

Die Volkswirtschaft der Schweiz befindet sich nach wie vor auf einem soliden Fundament. Laut Staatssekretariat für Wirtschaft SECO wuchs das BIP im 2015/2016 zwar nur um rund 0.9 Prozent, was unter anderem auf den erstarkten Schweizer Franken zurückzuführen ist. Trotzdem: in Anbetracht der Weltwirtschaftslage ein noch immer guter Wert.


Der Immobilienmarkt stellt seit jeher ein wichtiger Pfeiler unserer Volkswirtschaft dar. Betrachten wir den gesamten Markt, d.h. inklusive Mieteinnahmen und Eigenmieten, trägt er rund 18 Prozent zum BIP bei, was einer Wertschöpfung von etwa 100 Milliarden Franken entspricht (Stand 2014). Die gesamte Branche bietet über 600'000 Vollzeitstellen. Jeder sechste Arbeitnehmende steht direkt oder indirekt mit Immobilien in Verbindung. Davon profitiert in verschiedenster Weise auch die öffentliche Hand aufgrund diverser Steuern wie z.B. Einkommens-, Vermögens-, Erbschafts- oder Grundstückgewinnsteuer.


Zur Schweizer Immobilienwirtschaft zählen der eigentliche Immobilienbestand sowie die Akteure, welche diesen entwickeln, bewirtschaften, produzieren, finanzieren oder wiederverwerten. Die Verknüpfung zwischen diesen beiden Positionen erfolgt über Immobilienprozesse und deren finanzielle Auswirkungen. Der Bestand und die Akteure haben zudem einen räumlichen Bezug, welcher sich zeitlich verändert. Daher sind die Komponenten "Raum" und "Zeit" übergeordnet.

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Aufhebung des Mindestkurses CHF/EUR und die Auswirkung auf den Immobilienmarkt

Mit der Aufhebung des Mindestkurses Schweizer Franken/Euro Anfangs 2015 hat die SNB die Wirtschaft völlig überrumpelt. Obwohl sich dadurch die Ausgangslage nicht dramatisch verändert hat, sind die daraus entstandenen Herausforderungen aber nicht zu unterschätzen. Belastet wurden vor allem die Exportwirtschaft, der Tourismus, der Finanzplatz sowie der Detailhandel. Da die Bau- und Immobilienwirtschaft zu grossen Teilen Binnenbranchen sind, lassen sich die direkten Auswirkungen vernachlässigen. Da aber der Entscheid der SNB auch auf die hiesige Wirtschaft im Allgemeinen ausstrahlt, wird es mittelfristig einen spürbaren Effekt geben.


Die Aufgabe des Mindestkurses löste keinen Konjunkturschock im eigentlichen Sinne aus, welcher einen Einfluss auf die hiesigen Produkte hätte. Stattdessen entstand ein struktureller Anpassungsbedarf, der die Wirtschaft zwang, ihre Strategie anzupassen und sich auf die neue Situation einzustellen. Einer der wichtigsten Faktoren ist sicherlich der Kostendruck, zu welchem auch die Raumkosten gehören. Die Unternehmen werden deshalb gezwungen ihre Flächeneffizienz zu maximieren. Dies gelingt am Einfachsten durch geringere Mietkosten oder kleinere Büroflächen. Dennoch ist das Interesse an Renditeliegenschaften zunehmend, wozu folgende Gründe hervorzuheben sind:


  • Die Renditedifferenzen zwischen Immobilien- und alternativen Anlagen sind auf hohem Niveau.
  • Die Angst vor Negativzinsen sowie das Fehlen von alternativen Anlagen treiben Investoren in den Immobilienmarkt.
  • Eine rasche Änderung der aktuellen Wirtschaftslage ist nicht in Sicht.

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Geldpolitik der SNB

Zur Einschätzung der geldpolitischen Lage muss die SNB alle Faktoren, welche die Schweizer Wirtschaft beeinflussen, wie z.B. die Inflation oder den Kurs des Schweizer Frankens, berücksichtigen. Entsprechend ist die Entwicklung des Wechselkurses Schweizer Franken zum Euro für die Geldpolitik der SNB relevant. Sie hat diverse Instrumente, um die Geldpolitik zu steuern, wobei das oberste Ziel ist, die (Preis-)Stabilität in der Schweiz zu gewährleisten und das Wirtschaftsumfeld zu unterstützen.


In Bezug auf die Einführung sowie die spätere Aufhebung des Franken-Mindestkurses gegenüber dem Euro hat sich herausgestellt, dass beide Entscheidungen richtig waren. Die Einführung bewirkte eine gewisse Stabilität und gab den Unternehmen Zeit, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. Die Aufhebung dann war notwendig, da sich die Situation in Europa verschärft hatte. Für den Immobilienmarkt zeigte dies insbesondere in Bezug auf das Zinsumfeld Folgen, da dieses viele Investoren in diese Branche flüchten liess.

Generell kann man sagen, dass die SNB ihre Sache in einem sehr schwierigen Umfeld bisher gut gemacht hat.


Aussichten Mietwohnungsmarkt

Die nachlassende Zuwanderung wird den Mietwohnungsmarkt in Zukunft prägen. Die zunehmenden Leerstände dürften vor allem die Branche der Immobilienbewirtschaftung fordern.

Die anhaltende Bautätigkeit von Mietwohnungen ist dem Anlagedruck bzw. der Zinssituation geschuldet. Der Trend von längeren Leerständen sowie Insertionsdauern beschränkt sich nicht mehr nur auf Randregionen, sondern erreicht immer mehr auch Agglomerationsgebiete. Die Lage in den Grosszentren hingegen dürfte sich auch im Jahr 2017 nur geringfügig verbessern. Man geht davon aus, dass das Mietpreiswachstum im Gesamtdurchschnitt nicht weiter ansteigt, im Gegenteil die Mieten aller Voraussicht nach sinken werden.


Aussichten Büro- und Geschäftsflächenmarkt

Der Markt von Büro- und Geschäftsflächen korreliert stark mit der Wirtschaftslage. Mit der Erwartung eines Anstiegs der Arbeitslosenquote, dem aktuellen Zinsumfeld sowie aufgrund der hohen Angebotsquote werden die Leerstände auch im 2017 weiter ansteigen. Aufgrund einer Abschwächung des Beschäftigungswachstums wird zudem das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage weiter zunehmen. Dadurch bleiben die Mietpreise weiterhin unter Druck. Die Leerstandsquote dürfte vor allem in den erweiterten und äusseren Geschäftsgebieten der Grosszentren sowie in den Mittelzentren ansteigen. In den Central Business Districts können Leerstände zwar reduziert werden, aber nur durch bessere Konditionen für die Mieterschaft (Credit Suisse (b), 2016, S. 54).        


Quellen: (Credit Suisse und Staub/Rütter)


«Energiespartipps»: Das heisse Thema zur kalten Jahreszeit!

Wer möchte schon gerne frieren oder gar im Dunkeln sitzen, um Energie zu sparen? Dass es auch anders geht, zeigen unsere Energiespartipps zu "Heizen, Lüften und Licht", mit denen sich der Verbrauch deutlich senken lässt.


Sinkende Temperaturen führen zu steigenden Energiekosten. Hinzu kommt, dass Mieter und Eigenheimbesitzer sich seit 1. Januar 2014 aufgrund der CO2-Abgabe auf höhere Kosten einstellen müssen.


Wer richtig heizt jedoch, kann die Wärme geniessen, das Klima schonen – und erst noch Geld sparen. Ausschlaggebend sind nicht kostspielige technische Umrüstungen, sondern kleine Veränderungen der Gewohnheiten, die sich schon bei der nächsten Heizkostenabrechnung positiv niederschlagen werden.


Fenster und Aussentüren kontrollieren!

Schon kleine undichte Stellen lassen eine Wohnung schnell auskühlen. Kontrollieren Sie - am besten bei Wind - ob Fenster und Türen dicht schliessen. Entdecken Sie eine undichte Stelle, beheben Sie diese so schnell wie möglich.


Ideale Raumtemperatur beachten!

Wer falsch heizt, verbraucht unnötig Energie. Heizen Sie Zimmer konstant auf niedriger Stufe, ohne eine bestimmte Raumtemperatur zu unterschreiten. Zu kalte Räume kühlen Wände und Möbel aus, die Sie erst wieder erwärmen müssen, damit auch die Raumluft wärmer wird. Das kostet Energie und Geld. Optimale Raumtemperatur: 18 bis 22 Grad. Mit jedem gesenkten Grad sparen Sie 6 % Heizkosten.


Heizkörper frei stehen lassen!

Verstellen Möbel die Heizquelle, kann sich die warme Luft im Raum nicht genügend ausbreiten. Deshalb: Möbel niemals vor die Heizung stellen, schon gar kein Sofa.


Heizung regelmässig lüften!

Gluckernde Heizungen fressen Energie, denn das Wasser als Träger der Wärmeenergie kann wegen Luftblasen in den Rohren nicht ausreichend zirkulieren. Entlüftete Heizungen erhitzen schneller. Entlüften können Sie selbst, ohne grossen Aufwand.


Zimmer richtig lüften!

Stosslüften lautet das Zauberwort. Lieber die Fenster fünf Minuten lang weit öffnen, als kippen. Bei gekipptem Fenster kühlt die Wohnung aus, ohne dass ein wirklicher Luftaustausch stattfindet.


Mindestens zweimal täglich lüften!

Wie oft lüften? Regelmässig, mindestens zweimal täglich. So verhindern Sie die Bildung von Schimmel an der Decke und den Wänden. Türen zwischen warmen und kalten Räumen sollten Sie unten mit einer Decke abdichten.


Beleuchtung optimieren!

Im Winter läuft nicht nur die Heizung auf Hochtouren, auch Lampen stehen nahezu im Dauerbetrieb. Laut EnergieSchweiz lassen sich rund 12 Prozent des Stromverbrauchs auf die Beleuchtung zurückführen. Achten Sie darauf, Lampen und Leuchtmittel optimal aufeinander abzustimmen. Meist die beste Beleuchtungslösung bieten die energieeffizientesten und auch günstigsten LED-Lampen. Auch Dimmen bringt Ersparnis. Lassen Sie sich bei Unsicherheit im Fachgeschäft beraten.


Licht ausschalten!

Klingt einfach, wird aber kaum befolgt: Schalten Sie das Licht aus, wenn Sie einen Raum verlassen. Setzen Sie Akzente: Lichtspot an, wo Helligkeit gebraucht wird, statt den gesamten Raum von der Decke aus mit Licht zu fluten. 


Teekochen mit dem Wasserkocher!

Das Teewasser sollten Sie in einem Wasserkocher erhitzen statt in einem Topf auf der Herdplatte. Das geht schneller und verbraucht weniger Strom.


(Quellen: Comparis und Beobachter)